Teleskop

Wer bewundert nicht gerne die Sterne am Nachthimmel? Schon in der Steinzeit waren Menschen begeistert vom Universum. Dank der Erfindungen von Galileo und Isaac Newton konnte man die Welt rundum die Erde noch besser erforschen. Aus diesen ersten teleskopartigen Geräten entwickelte sich das moderne Teleskop. Heute gibt es verschiedene Arten von Teleskopen: Großteleskope wie Radio- und Röntgenteleskope, Gamma- und Infrarotteleskope sowie optische Teleskope. Für Hobbyastronomen gibt es viele Möglichkeiten, hochwertige optische Teleskope zu finden. Mit einem geeigneten Adapter und einer Digitalkamera können sogar Bilder aufgenommen werden. Aber welches Teleskop ist am besten geeignet? Der folgende Ratgeber soll Licht ins Dunkel bringen.

Teleskoparten

Im Allgemeinen umfasst das Testen von Teleskopen Spiegel und brechende Teleskope – also Spiegel- und Linsenteleskope. Diese beiden Typen werden nachstehend kurz beschrieben.

Reflektor- oder Spiegelteleskop

Wie der Name schon sagt, kann dieser Teleskoptyp in Verbindung mit einem Spiegel verwendet werden. Diese Spiegel befinden sich in einem Tubus-Teleskopkörper. Dabei ist der Primärspiegel oftmals ein parabolischer Konkavspiegel, der Licht sammelt und reflektiert. Alternativ kann ein sphärischer Hohlspiegel als Primärspiegel verwendet werden. Der zweite Spiegel fängt Licht ein und führt seitlich zum Okular. Dieses vergrößert das Bild entsprechend. Darum befindet sich auch der Fokuseinsteller an der Seite des Teleskops. Der Vorteil dieses Teleskoptyps ist, dass es keinen Farbfehler gibt. Das von Newton entwickelte Teleskop ist ein berühmtes Beispiel für ein solches Spiegelteleskop.

Refraktor- oder Linsenteleskop

Ein Refraktorteleskop ist mit einem Linsenteleskop ausgestattet. Somit bricht das Licht, um entfernte Objekte näher an das Auge heranzuführen. Beispiele hierfür sind Galileo- und Kepler-Teleskope. Der Unterschied zwischen den beiden Teleskopen ist das Okular.

Reflektorteleskop

  • Teleskopöffnung ist größer
  • lichtschwache Objekte wie Galaxien und Nebel sind sichtbar
  • keine Farbfehler
  • teurer als Refraktoren

Refraktorteleskop

  • für Einsteiger gut geeignet
  • günstiger als Spiegelteleskope
  • einfach in der Bedienung
  • lichtschwache Objekte sind nicht sichtbar
  • durch Lichtbrechung treten Farbfehler am Bildrand auf

Darauf ist beim Kauf zu achten

Preislich können Sie ein Teleskop für weniger als 100 Euro kaufen. Es gibt aber auch Modelle, die deutlich teurer sind. Die wichtigsten Kriterien für den Kauf und das Testen eines Teleskops werden im Folgenden erläutert.

Teleskopöffnung

Der Durchmesser der Teleskopöffnung ist sehr wichtig. Dieser ist in Millimetern angegeben. Denn je größer sie ist, desto besser ist die Vergrößerung und Auflösung. Außerdem ist auch das Beobachtungsspektrum besser.

Vergrößerung und Okular

Bei Teleskoptests wird normalerweise die maximale Vergrößerung angegeben. Bei Einstiegteleskopen entspricht dies der 150-fachen Vergrößerung. Das Okular sorgt dafür, dass das sternenklare Zielobjekt vergrößert wird. Zudem können weitere Okulare erworben werden.

Brennweite

Die Brennweite beschreibt den Abstand zwischen dem Hauptobjektiv und dem Okular. Anhand der Werte für Brennweite und Blendendurchmesser kann die Vergrößerung berechnet werden. Je höher der berechnete Wert ist, desto einfacher ist es, lichtschwache Objekte zu beobachten.

Lichtsammlung

Entscheidend ist hier, wie viel Licht das Teleskop aufnehmen kann. Dies ist besonders wichtig für lichtschwache Objekte. Bei einem Linsenteleskop ist die Aufnahme von Licht abhängig von der Größe des Objektivs. Allerdings liefern reflektierende Teleskope meistens aufgrund ihrer größeren optischen Elemente bessere Ergebnisse.

Installation: Besonders Anfänger sollten ein Teleskop mit Azimut-Installation kaufen. Diese Teleskope sind nämlich einfacher zu bedienen und zu transportieren.

Montage

Parallaktisch

Die Parallaxenmontage wird auch als äquatoriale Montage bezeichnet. Es besteht aus zwei Wellen. Die beiden Achsen werden als rechte aufsteigende Achse und als Ablenkachse bezeichnet. Bei dieser Baugruppe ist die rechte Hubwelle auf den nördlichen Himmelspol ausgerichtet. Daher ist es parallel zur Rotationsachse der Erde. Die Deklinationsachse und die Achse des rechten Aufstiegs stehen in einem Winkel von 90 Grad. Die Deklination gibt die Höhe des Objekts über dem Himmelsäquator an (maximal 90 Grad). Das Gegengewicht sorgt für die Stabilität des Teleskops. Dadurch kann das Teleskop Objekte über einen längeren Zeitraum verfolgen. Auch die elektrische Verfolgung funktioniert dadurch. Somit sind längere Belichtungszeiten in der Astrofotografie kein Problem mehr. Allerdings ist der Transport des Teleskops sowie dessen Handhabung durch das Gewicht schwerer.

Azimutal

Bei dieser Montagemethode kann das Teleskop in einem Azimutwinkel, also in einer horizontalen Breite, bewegt werden. Außerdem kann sich das Teleskop in der Höhe vertikal bewegen, sodass es an einem Objekt befestigt werden kann. Es ist das einfachste Bauteil. Daher findet es sich häufig in den getesteten Teleskopen wieder. Da hier keine besonderen Kenntnisse erforderlich sind, eignet sich diese Installation für Einsteiger. Allerdings muss das Teleskop bei jeder längeren Objektbeobachtung immer wieder neu angepasst werden. Dies liegt an der Erdrotation. Diese Montagemethode ist jedoch nicht für die Astrofotografie geeignet. Sie kann nämlich nicht ohne ständige Neueinstellung durchgeführt werden. Andererseits kann dieser Mangel durch Motorunterstützung ausgeglichen werden. Außerdem ist es auch möglich, die Azimut-Ausrichtung in die äquatoriale Ausrichtung umzuwandeln.

Dobson

Das Dobson-Teleskop besteht aus einem Newtonteleskop und einer sogenannten Wippbox. John Dobson entwickelte es in den 1950er Jahren als günstige Variante speziell für Amateurastronomen. Dieses Teleskop hat kein Stativ. Dafür kann es überall auf einer stabilen Oberfläche platziert werden. Das Teleskop lässt sich vertikal und horizontal drehen. Dadurch ist es sehr einfach zu bedienen. Der Objektivtubus ist groß und das Okular ist oben montiert.

Teleskop Hersteller

Auch im Teleskopbereich gibt es verschiedene Hersteller. Hier eine kleine, aber feine Auswahl.

Bresser GmbH

Bresser ist ein deutsches Unternehmen. Es wurde 1957 von Josef Bresser gegründet. Zunächst spezialisierte sich das Unternehmen auf die Herstellung von Ferngläsern und Teleskopen. Später folgte die Produktion von Mikroskopen. Der Hauptsitz von Bresser befindet sich in Rhede, Nordrhein-Westfalen.

Celestron

Das Unternehmen, mit dem Hauptsitz in Torrnace, Kalifornien, ist weltweit vertreten und bekannt für sein Fernglas. Tom Johnson gründete Celestron 1960. Mit dem Bau des Schmidt-Cassegrain-Teleskops ist Celestron für seine Qualität und Bedienbarkeit bekannt.

Skywatcher

Das kanadische Unternehmen Skywatcher wurde 1988 als Synta Optics gegründet und produzierte Okulare. Die Produktion von Teleskopen wurde kurz darauf erhöht.

Fazit

Astronomie ist nicht nur interessant, sondern macht auch Spaß. Ferngläser reichen jedoch normalerweise nicht zur Beobachtung aus. Dafür gibt es günstige Einstiegsteleskope für angehende Amateurastronomen. Der Teleskoptest kann Auskunft darüber geben, welches Modell Ihren eigenen Anforderungen am besten entspricht.